DRECKWÄSCHE  |  DIE HERAUSFORDERUNG

Wir werfen einen Blick auf einen der größten Dreckwäschehaufen unserer und der globalen Gesellschaft: MENSCHENHANDEL.


Sex sells.

Eine banale Wahrheit der Werbebranche, die in anderen Milieus bittere Wirklichkeit ist. Eines der größten und zudem am schnellsten wachsenden globalen Verbrechen ist neben Drogen- und Waffengeschäften der Menschenhandel. Die „Ware“ sind meist sexuell ausgebeutete junge Frauen und Mädchen.

Getrieben von Armut, der Hoffnung auf ein besseres Leben, verkauft von der eigenen Familie oder den schön-falschen Versprechungen der Händler folgend, geraten sie in die Zwangs­prostitution. In West- wie in Osteuropa, in Lateinamerika wie in Asien. Wir schauen vor allem nach Indien: dort gibt es etwa 900.000 unfreiwillige Prostituierte – ein Drittel von ihnen minderjährig. Mit gebrochenem Willen, in Bordellen gefangen gehalten wie Tiere und Opfer jahrelanger Misshandlungen, bleibt von ihren Erwartungen nicht viel übrig.

Auf Hoffnungssuche.

In dieser schmutzigen Wäsche wühlt niemand gern. Und doch gibt es Organisationen, die Frauen und Mädchen und in gefährlichen Undercover-Aktionen  aus diesen Kreisen befreien. Anschließend werden diese in Nachsorgeeinrichtungen medizinisch und psychologisch versorgt und können eine grundlegende Schulausbildung nachholen.

Was nach einer großen Hoffnung klingt, ist aber keine langfristige Lösung: Wenn die jungen Frauen die Einrichtungen verlassen müssen, weil neue nachkommen, fehlt ihnen jegliche Perspektive. Sie haben nie gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Auf dem harten Arbeitsmarkt haben sie außerdem mit ihren Altlasten kaum eine Chance. Entfremdung von der Familie, Scham, Labilität und Drogensucht treiben die Frauen nicht selten dazu, eben das einzige zu tun, was sie gelernt haben: sie verkaufen wieder ihren Körper.

Einen Teufelskreis nennen Metaphoriker so etwas. Beschissen!  nennen wir das. Beschissen – aber nicht hoffnungslos…

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